Die Welt gerechter machen

Mit den Spenden aus der 500 Chöre Challenge fördert Brot für die Welt fünf Hilfsprojekte. Wir möchten Euch die Projekte vorstellen, die Ihr mit Eurem Beitrag zur Challenge unterstützt. Überzeugt Euch selbst, wie Ihr helfen könnt, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern, damit ein Leben in Würde möglich wird.

Aktionspartner:

1. Ein zu Hause, das stark macht

Bangladesch. Hingebungsvoll versinken die Jungen in ihrer Choreographie. Sobuj blickt ernst, fast traurig ins Leere. Noch vor zehn Monaten lebten der Elfjährige und seine Mittänzer auf den Straßen der Millionenstadt Dhaka, der Hauptstadt Bangladesch. Zum Glück fanden ihn Mitarbeiter der Organisation „Assistance for Slumdwellers“ (ASD), der lokalen Partnerorganisation von Brot für die Welt. Sie gaben dem verängstigten Jungen ein Zuhause. Die Heimkinder nennen es liebevoll „Happy Home“. Ohne um das tägliche Überleben kämpfen zu müssen, lernt Sobuj hier neben Rechnen und dem ABC auch handwerkliche Fähigkeiten. Pädagogische Angebote, wie z.B. Tanzen, stärken das Selbstvertrauen der ehemaligen Straßenkinder.

Um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen investiert ASD in die Bildung der Kinder. Dazu zählen:

• Drei „Happy Homes“ mit Platz für 90 Kinder
• Acht Bildungszentren für Slumkinder
• Aufklärung der Slumbewohner


Das ist Sumon. Er ist elf Jahre alt und weiß nicht, wo seine Eltern sind. Er lebt und arbeitet bei einer Familie in Dhaka, Bangladesch.

„Die Leute behandeln mich nicht gut. Sie machen fiese Sprüche und tun so, als sei ich ihr Untertan. Ich muss auf den nackten Fliesen schlafen. Manchmal werde ich auch geschlagen. Eigentlich arbeite ich den ganzen Tag: Ich wische Staub, fege den Fußboden, erledige den Abwasch. Und wenn die Familie isst, bediene ich sie. Wenn ich den Tisch abgedeckt habe, darf ich die Reste in der Küche essen, aber ich bekomme niemals Fleisch, nur Reis und Linsen. Das ist oft nicht genug, dann gehe ich hungrig zu Bett.“
Die Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ unterstützt Sumon dabei, lesen und schreiben zu lernen. Dadurch hat er die Chance, später einmal dem Teufelskreis aus Armut und Sklaverei zu entkommen.

2. Wenn Müll zu Gold wird

Brasilien. Auch wenn Brasilien ein „Schwellenland ist“ – gerade die Ärmsten konnten vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahre nicht profitieren. Ihr Alltag in den Favelas ist geprägt von Gewalt, Drogenkonflikten, mangelnder Schulbildung und schlechter Gesundheitsversorgung. Brot für die Welt fördert deshalb gezielt Projekte für diese Bevölkerungsgruppen. So z.B. die landesweite Bewegung der Müllsammler. Aus dem Abfall „fischen“ Sie Wertstoffe, die recycelt werden können und verkaufen diese an Verwerter. Selten werden sie für diese Arbeit im und mit dem Müll fair bezahlt und behandelt. Die landesweite Bewegung kämpft deshalb für die Rechte der Sammlerinnen und Sammler, für fairen Lohn, bessere Arbeitsbedingungen, Krankenversicherung und eine kleine Altersrente. Angela Maria Numes, seit vielen Jahren als Müllsammlerin unterwegs, bemerkt den allmählichen Wandel: „Früher, als jede von uns noch alleine sammelte, wurden wir erniedrigt. Heute sprechen die Leute auf Augenhöhe mit uns!“

3. Nein zur Gewalt

Demokratische Republik Kongo. In den ärmsten Vierteln von Kongos Hauptstadt Kinshasa leben rund 2 Mio. Menschen auf engstem Raum. Hier fehlt es an allem: Wasser, Strom, eine Dose Milchpulver kostet zehn Dollar. 80 Prozent der Bevölkerung sind jung, viele haben keinen Job, manch einer aber eine Waffe. Vor allem wenn es dunkel wird, wird es gefährlich. Kaum eine Hilfsorganisation wagt sich in diese „rote Zone“. Außer LIFDED. Die Organisation „trainiert“ Friedensstifter, Menschen die genug haben von der alltäglichen Gewalt. Da sie in den Slums leben, bekommen sie viel mit und können früh eingreifen und Schlimmeres verhindern. Mit Erfolg: Die Anzahl und das Ausmaß der Konflikte haben in den Stadtvierteln mittlerweile deutlich abgenommen. LIFDED wird von Brot für die Welt unterstützt.

4. Frieden ernten

Äthiopien. 280.000 Menschen sind vor dem Bürgerkrieg im Südsudan ins Nachbarland Äthiopien geflohen. Sie treffen auf eine Bevölkerung, die selbst ums Überleben kämpft. Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen Flüchtlingen und einheimischen Bauern und Viehhirten. Die Mekane-Yesus-Kirche (EECMY) hilft deshalb den Menschen bei der Bewältigung der Probleme. Mit Begegnungstagen und speziellen Trainings baut sie Brücken zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Aber vor allem: Die EECMY kämpft mit der Verteilung von Setzlingen, Saatgut, Ziegen, Schafen, Hühnern und Schulungen im Landbau auch gegen den Hunger. Brot für die Welt unterstützt die EECMY.

5. Bio statt Hybrid

Indien. Das Klima in Indien wird immer unberechenbarer, große Hitze wird gefolgt von Dürre und Überschwemmungen. Viele Kleinbauern vertrauten auf die Versprechungen der großen Agrarkonzerne und bauten „Hybridpflanzen“ an, für die jedes Jahr neues Saatgut gekauft werden muss. Doch auch diese brauchen den Regen. Bleibt er aus, gibt es keine Ernte, aber die Schulden, die für den Kauf der Pflanzen gemacht wurden. Die indische Organisation ICRA will die Kleinbauern aus der Abhängigkeit der großen Agrarkonzerne befreien und aus der Schuldenfalle holen. Sie setzt dabei erfolgreich auf die organische Landwirtschaft. Hier hält der Boden die Feuchtigkeit viel länger, so können Dürrezeiten ausgeglichen werden. ICRA wird von Brot für die Welt unterstützt.

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