Der Song

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IM KERN GEHT ES UM VERTRAUEN

„Ein feste Burg“ ist das bekannteste Lied Martin Luthers. Trotz seiner altmodischen Sprache ist es auch nach fast 500 Jahren modern. Zumindest für mich. Ein Bekenntnis.

Gleich am Anfang gebe ich zu: Ich liebe dieses Lied! Mit Orgel, Posaunen oder als Popsong – egal, Hauptsache, es wird mutig und kraftvoll gesungen und gespielt. Es hat denselben Charakter wie sein Verfasser: Laut, fast polternd. Mutig und plakativ, mit deftigen Worten. Wenige sanfte Zwischentöne. Viel Energie. Manchmal zu viel.

MANCHES MAG FREMD SEIN – UND DOCH TRÄGT ES
Das Lied ist durch die Jahrhunderte gesungen worden, weil es den Menschen aus der Seele gesprochen hat. Und mir auch heute: Obwohl vom „Teufel“ die Rede ist und vom Kriegsgerät vergangener Tage, berührt es mich und baut mich auf. Es geht ja nicht darum, sich in eine Burg zurückzuziehen und die Augen vor dem Elend der Welt zu verschließen. Aber einen sicheren Ort, den brauchen wir alle: Um aufzutanken und uns stark zu machen. Um der Unsicherheit des Lebens etwas entgegenzusetzen. Um diese Welt zu verändern. Deswegen verbinden wir die 500 Chöre Challenge mit einer Spendenaktion für Brot für die Welt.

VOM TROSTLIED ZUM KAMPFLIED ZUM TROSTLIED
Damit fühle ich mich Luther verbunden. Auch ihm ging es in dem Lied um Vertrauen. Er hat hier Psalm 46 nachgedichtet und für seine Zeit ausgelegt. Andere haben es später für ihre Zwecke benutzt, in politischen Konflikten und selbst im Krieg. Heute ist es wieder das, was es sein sollte: Ein Lied, das zum Gottvertrauen aufruft und die Herzen der Sängerinnen und Sänger stärkt. Wie wunderbar! Einen riesigen Unterschied gibt es aber gegenüber der Zeit Luthers: „Ein feste Burg“ können heute alle singen, die auf Gott vertrauen: Lutheraner, Reformierte, Katholiken, Orthodoxe, Freikirchler. Gott sei dank!

Matthias Kleiböhmer
Initiator der 500 Chöre Challenge

Martin Luther schrieb „Ein feste Burg“ als Nachdichtung von Psalm 46:
„Gott ist unsere sichere Zuflucht, ein bewährter Helfer in aller Not. Darum haben wir keine Angst, auch wenn die Erde bebt und die Berge ins Meer versinken, wenn die Fluten toben und tosen und die Berge davon erzittern: Der Herr der Welt ist bei uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz!“

Ein Songbook mit 7 tollen Versionen von Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott.“ erhälst du unter service@creative-kirche.de gegen eine Schutzgebühr von 1 € zzgl. Versand.

Ein feste Burg ist unser Gott

Text: Martin Luther

  1. Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind, mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seins gleichen.
  1. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit‘ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten.
  1. Und wenn die Welt voll Teufel wär, und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir und nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht‘: Ein Wörtlein kann ihn fällen.
  1. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein‘ Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Laß fahren dahin, sie habens kein‘ Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben.

A Mighty Fortress

Translation: Frederic H. Hedge

  1. A mighty fortress is our God, A bulwark never failing; Our helper He, amid the flood Of mortal ills prevailing: For still our ancient foe Doth seek to work us woe; His craft and power are great, And, armed with cruel hate, On earth is not his equal.
  1. Did we in our own strength confide, Our striving would be losing; Were not the right Man on our side, The Man of God’s own choosing: Dost ask who that may be? Christ Jesus, it is He; Lord Sabaoth, His name, From age to age the same, And He must win the battle.
  1. And though this world, with devils filled, Should threaten to undo us, We will not fear, for God hath willed His truth to triumph through us: The Prince of Darkness grim, We tremble not for him; His rage we can endure, For lo, his doom is sure, One little word shall fell him.
  1. That word above all earthly powers, No thanks to them, abideth; The Spirit and the gifts are ours Through Him who with us sideth: Let goods and kindred go, This mortal life also; The body they may kill: God’s truth abideth still, His kingdom is forever.

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